Ein Interview mit fünf unserer ehrenamtlichen Kräfte



1) Sie unterstützen Artists for Kids mit ihrem ehrenamtlichen Engagement. 
    Wie sind Sie überhaupt zu AFK gekommen?

 

- Ich wohne im Westend, bin am Laden vorbeigekommen und habe dort
  gelesen, dass man sich ehrenamtlich betätigen kann.


- Über den Verein für Fraueninteressen erfuhr ich von dem Projekt. Nach einem
  Informationsgespräch entschloss ich mich meine guten Englischkenntnisse   
  einzubringen.

- Durch die Vermittlung des Caritasverbandes.

- Über die Freiwilligenagentur „Tatendrang“.

- Über die Homepage www.artistsforkids.de und den anschließenden Besuch
  vor Ort.

 

2) Warum haben Sie sich entschlossen, sich für Kinder und Jugendliche zu
    engagieren?

 

- Ich bin aus gesundheitlichen Gründen Frührentner aber noch voll einsatzfähig 
  und wollte in meiner vielen Freizeit etwas Sinnvolles tun.

- Ich bin gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen und halte es für eine
  wichtige Aufgabe, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu motivieren.

- Um ihnen zu helfen, wenn sie Hilfe suchen und brauchen.

- Es hat  mir schon immer Freude gemacht, mit Kindern und Jugendlichen
  zusammenzuarbeiten, sie zu fördern und ihnen auf dem schulischen Weg
  weiterzuhelfen
  (mein Berufswunsch in jungen Jahren war immer schon Volksschullehrer).

- Die Zahl der problematischen Kinder nimmt erschreckend zu und wenn ich,
  trotz fehlender pädagogischer Ausbildung bei diesem sinnvollen Projekt etwas
  beitragen kann, dann freut mich das.

 

3) Welche Tätigkeiten/Funktionen füllen Sie im Moment bei Artists for Kids
    aus?

 

- Hausaufgabenbetreuer.

- Englisch Intensivnachhilfe für Qualianwärter und Hausaufgabenbetreuung.

- Deutschnachhilfe/Konversation mit einem russischen Jungen.

- Qualigruppe in Mathematik sowie Einzelnachhilfe in Mathe und Latein.

- Hausaufgabengruppe, Einzelförderungen, Besorgungen und
  Organisatorisches, Begleitung zu Kinopremieren und Öffentlichkeitsarbeit am
  AFK - Infostand.

 

4) Welche Erfahrungen haben Sie hierbei gemacht?

 

- Sehr positive: aufgeschlossene, engagierte und immer mit guter Stimmung
  gewürzte Begegnungen.

- Im Schulprojekt „Das fliegende Klassenzimmer“ durchweg positive, in der
  Hausaufgabengruppe manchmal durchwachsene, wenn die Kids schlecht zu
  motivieren waren.

- Recht interessante. Es sind alles unterschiedliche Kinder, eigentlich recht
  aufgeweckt, aber häufig schwer auf eine Aufgabe zu konzentrieren: sie sind
  schnell abgelenkt, freuen sich aber irgendwie doch, wenn sie Zuwendung und
  Aufmerksamkeit bekommen.

- Das schönste ist, wenn Kids und Erwachsene im Laufe der Zeit immer mehr an
  Vertrauen gewinnen. Auch bin ich sehr stolz, wenn die Schulkinder durch mein
  Engagement bessere Noten schreiben und einen Schulabschluss schaffen.

- Die Kinder sind z. T. sehr problematisch und kommen aus schwierigsten
  Familienverhältnissen. Je nach Tagesform können sie auch sehr unruhig und
  aggressiv sein – da ist jeder zusätzliche Betreuer ein wahrer Segen – Eine „1
  zu 1 Betreuung“ oft der letzte Ausweg.

 

5) Hat sich Ihr Engagement gelohnt?

 

- Auf jeden Fall!

- Ja auf jeden Fall schon mal für mich selbst und natürlich für die Schüler durch
  mehr Sicherheit im Umgang mit der Fremdsprache sowie einen guten
  Schulabschluss.

- Trotzdem man viel Nervenkraft und Geduld braucht, mach ich es bis jetzt
  gerne.

- Einer meiner Nachhilfeschüler hat sich in seinem schwachen Fach wesentlich
  verbessert. Der Schüler war immer sehr erfreut und stolz auf sich, wenn er
  eine Eins in diesem Fach bekommen hat.

- Das hoffe ich, für die Kinder zeigt sich das Engagement der Betreuer in den
  besseren Noten und in der gesteigerten Motivation zur Mitarbeit. Für mich hat
  sich das Engagement ebenfalls gelohnt, da das Verhältnis zu den Kindern
  durch näheres Kennen lernen offener geworden ist und durch das Verhalten
  der Kinder das eigene Verhalten immer auch reflektiert werden kann.

 

6) Gibt es einschneidende oder beeindruckende Erlebnisse in Ihrer Zeit bei
    AFK?

 

- Der erfolgreiche Abschluss der AFK- ler zum Schuljahresende, sowie die immer
  sehr gelungenen Feste, zu denen die Ehrenamtlichen auch immer eingeladen
  sind.

- Hell begeistert ging ich nach meinem ersten Englischunterricht nach Hause, da
  Thorsten mich sofort akzeptiert hatte, und das Üben für uns beide überaus
  befriedigend war.

- Das sind mir zu große Worte! Bisher komme ich gut mit den Kids zurecht, was
  ja auch schon was ist.

- Ja, durch die guten Noten, die ein Lateinschüler geschrieben hat, war er der
  Meinung, dass er aus dem Schneider ist und hat die Nachhilfestunden nicht
  mehr wahrgenommen. Es hat mich traurig gemacht, dass er sein Leistungs-
  niveau nicht mehr halten konnte.

- Bei dem Besuch einer Kinopremiere half ein älterer Junge von sich aus einem
  weinenden kleinen Mädchen die Rolltreppe hoch. Das Sozialverhalten dieses
  ansonsten so abwehrenden Jungen hat mich in diesem Moment  sehr
  beeindruckt und das Bild, dass ich mir bisher von dem Jungen gemacht habe,
  sehr positiv verändert.

 

7) Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft bei Artists for Kids?

 

- Ein neues Engagement.

- 1. Ein Wörterbuch Englisch  – Deutsch/Englisch –  Deutsch im Klassenraum,
  damit ich mein eigenes nicht immer mitschleppen muss. 2. Zu Beginn der'
  Hausaufgabengruppe vielleicht ein gemeinsames Spiel, damit danach das
  Stillsitzen leichter fällt.

- Keine besonderen Wünsche. Ich kann nicht weit im Voraus sagen, wie lange
  ich das machen kann. Derzeit läuft es ganz gut und damit bin ich zufrieden.

- Es würde mich sehr freuen, wenn die Kids, die ihnen angebotenen Hilfen
  ernsthafter und mit mehr Engagement wahrnehmen würden.

- Ich wünsche mir eine weiterhin positive Entwicklung der Beziehungen, sowie
  eine gute und intensive Zusammenarbeit auch über dieses Schuljahr hinaus.

 

Artists for Kids möchte sich bei allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihr großes Engagement bedanken. Ohne sie wäre so Vieles gar nicht möglich gewesen! DANKE.